Innovation

Die Geschichte des mobilen Bezahlens

Von der Karte zum selbstzahlenden Kühlschrank

Mobile Evolution

In einer Zeit, in der selbst die Kollekte in der Kirche digital erfolgt, können wir getrost sagen: Das kontaktlose Bezahlen ist für viele inzwischen so normal geworden wie das Händewaschen. Die treibende Kraft für diese zeitgemässe Bezahlmethode ist die voranschreitende Digitalisierung und die hat Anfang der 90er-Jahre so langsam Fahrt aufgenommen.

Als die Bank of America 1958 die erste Kreditkarte herausbringt, aus der später Visa hervorgeht, ist das wahre Potenzial der neuen Bezahlart noch ungeahnt. Erst Jahrzehnte später erweist sich, welche Perspektiven die Karte bietet. Die Massentauglichkeit des Mobiltelefons wird für die Verbreitung mobiler Zahlungen entscheidend – von Anfang an hängen diese beiden Bereiche zusammen. Der Startschuss fällt im Jahr 1992, als das GSM-Netz – der erste digitale Mobilfunkstandard – in Betrieb geht und damit die ersten SIM-Karten verwendet werden. Selbst die einfachsten Geräte verfügen schon damals über erste Möglichkeiten zu mobilen Zahlungen. Zunächst können nur mobilfunknahe Dienstleistungen über das Handy bezahlt werden, da die Grundlagen für das Bezahlen in den Verträgen der Mobilfunkanbieter festgehalten sind. 

Die Verbreitung von Smartphones eröffnet neue Möglichkeiten

Der nächste Schritt folgt 1999, als Konsumenten:innen dank Telenor Mobil und Ericsson Kinokarten mit ihrem Handy kaufen können. Der Betrag wird über die Telefonrechnung beglichen. Um diese Zeit herum wird das „Internet of Things“ zum grossen Thema – LG stellt den ersten „smarten Kühlschrank“ vor, der selbstständig Vorräte bestellen kann. Nach der Jahrtausendwende folgt dann der Wandel im Verkehrsbereich: Erstmal wird das Mobile Ticketing für ÖV-Billette eingeführt. 

Ein entscheidender Schritt ist schliesslich die Einführung des iPhones sowie des Android-Betriebssystems im Jahr 2007. Im selben Jahr kommen die ersten kontaktlosen Visa Karten in Europa in den Umlauf. Von diesem Zeitpunkt an reihen sich jährlich grössere Neuerungen auf diesem Gebiet aneinander. 2008 wird Bitcoin entwickelt. Im darauffolgenden Jahr nutzen Zeitungs- und Zeitschriftenverlage Handypayment für ihre E-Paper-Angebote. 

Durch die rasante Verbreitung des Smartphones muss die Abrechnung für die genutzten Dienste nicht länger über die Mobilfunkrechnung erfolgen. 2011 wird Google Wallet eingeführt – das schliesslich zum heutigen Google Pay wurde. Das Thema Sicherheit rückt mit der wachsenden Nutzer:innenzahl immer mehr in den Fokus. Als Antwort darauf startet Visa im September 2014 den bis heute bewährten Token Service, der Zahlungen noch sicherer macht. Ende 2014 wird Apple Pay u. a. mit Visa in den USA verfügbar. Von nun an ist die Entwicklung deutlich: Das Handy wird endgültig zur digitalen Brieftasche werden. Doch die Visa Karte soll auch in anderen Gegenständen des täglichen Gebrauchs hinterlegt werden können: Im Folgejahr stellt Visa einen Prototyp im Bereich Connected Cars vor.

Visa bringt die universelle Debitkarte in die Schweiz  

Bereits 2016 kommt Apple Pay in die Schweiz. Damit ist die Schweiz einer der ersten Märkte in Europa, wo Apple Pay launcht. Danach folgten Samsung, Fitbit, Garmin und Google Pay. Jüngster Proof-Point ist der Launch von SwatchPay! Anfang September2020. 

Mit dem Launch von Visa Debit im Juli 2020 verfügen nun auch Konsument:innen in der Schweiz über ein weltweit etabliertes Debitprodukt, das alle aktuellen und zukünftigen Zahlungsanforderungen erfüllt. Die Visa Debit Karte bietet die gleichen Vorteile, die von Kreditkarten bekannt sind, wie Online-Shopping oder mobiles Bezahlen, weltweite Akzeptanz sowie erhöhte Sicherheit durch den Visa Token Service, der das Bezahlen mit Smartphones, Wearables und im Internet ermöglicht und noch sicherer macht. Eine Karte für jede Situation zu bieten, ist die zeitgemässe Antwort auf die Wünsche der Kosumenten:innen: Bezahlungen waren noch nie so schnell, einfach und sicher wie heute. 

Mobile payments Tokenization Wearables Payment technology